Klara Klopädie und ihre Katze Klementine

„Mein Müsli macht auch Morgenmuffel wie mich munter!“

Richtig – es geht um Alliterationen (lat. ad: „zu“, littera: „Buchstabe“). Alliterationen sind literarische Stilfiguren, bei denen die betonten Stammsilben von zwei oder mehreren benachbarten Wörtern den gleichen Anfangslaut besitzen. Alliterationen können auch innerhalb eines Wortes auftreten, wie z.B. bei „Wirrwarr“, „Krimskrams“, „Schnickschnack“ usw.  

Einsatz von Alliterationen

Alliterationen werden in der Dichtung sowohl in Versen (als Sonderform der Stabreime) als auch in freier Form eingesetzt. Wegen ihrer größeren Einprägsamkeit werden sie zudem häufig in der Werbung (z.B. „Spiel, Spaß und Spannung“ oder „Milch macht müde Männer munter“) und im Boulevard-Journalismus eingesetzt. 

Konzentrierte Alliterationen 

Intensive Häufungen von Alliterationen finden sich naturgemäß in (Kinder-)Büchern, die sich mit dem Alphabet beschäftigen. Hier einige Kostproben aus „Die Geschichte von Klara Klopädie und wie sie Engelbert Enzy fand“: 

  • „Klementine, ich sage dir das jetzt klipp und klar: Du kannst keinesfalls auf das Kirchendach klettern!“
  • „Genial“, grübelt sie gedankenverloren, „der Geburtstagsgugelhupf nach Großmutter Gerdas geheimem Gugelhupfrezept ist mir ganz gut gelungen!“
  • Nach einem neunzigminütigen Nickerchen sitzt sie am Nachmittag des N-Tages neben ihrer Nichte Nelli am Nähtisch.
  • „Mit genügend Glück geraten wir nicht ins Gewitter!“
  • Draußen ist winterlich-weihnachtliches Wetter und der Wind weht wie wild.
  • „Der Reiseroman ‚Ein Rauchfangkehrer in Rom‘ wäre auch recht reizvoll!“
  • „Riesige Regenmengen in Rom erwartet.“

(Das Buch ist übrigens direkt beim Verlag (http://www.hochachtung-verlag.com/AchtungBuecherwurmKlara.aspx) und im gut sortierten Buchhandel erhältlich.)

 

Vereinfachung der deutschen Sprache in nur 5 Schritten

„ … fereinfakung der nok swirikeren und unsinikeren kramatik …“

 

Im Folgenden ein humoristischer Beitrag zum Thema Vereinfachung der deutschen Sprache (mit einem bösen Seitenhieb auf das Niederländische …). Für alle, denen Deutsch schon immer zu kompliziert war! :-) (Gefunden übrigens in den unendlichen Weiten des World Wide Web!)

Erster Schritt:

Wegfall der Großschreibung
einer sofortigen einführung steht nichts
mehr im weg, zumal schon viele grafiker
und werbeleute zur kleinschreibung
übergegangen sind

zweiter schritt:
wegfall der dehnungen und schärfungen
diese masname eliminirt schon di gröste
felerursache in der grundschule, den sin oder
unsin unserer konsonantenverdopelung hat
onehin nimand kapirt

driter schrit:
v und ph ersetzt durch f,
z ersetzt durch s,
sch verkürtzt auf s
das alfabet wird um swei buchstaben redusirt,
sreibmasinen und setsmasinen fereinfachen
sich, wertfole arbeitskräfte könen der wirtsaft
sugefürt werden

firter srit:
g, c und ch ersetst durch k,
j und y ersetst durch i
ietst sind son seks bukstaben auskesaltet, di sulseit
kan sofort fon neun auf swei iare ferkürtst werden,
anstat aktsik prosent rektsreibunterikt könen nütslikere
fäker wi fisik, kemi oder auk reknen mer kepflekt
werden.

fünfter srit:
wekfal fon ä-, ö- und ü-seiken
ales uberflusike ist ietst auskemertst, di ortokrafi
wider slikt und einfak. naturlik benotikt es einike
seit, bis diese fereinfakung uberal riktik ferdaut ist,
fileikt ein bis swei iare. anslisend durfte als nekstes
sil di fereinfakung der nok swirikeren und
unsinikeren kramatik anfisirt werden. 

 

...und fertik war di holandise sprake!

 

 

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Grün ist in allem mein Sinn ...

Die Farben des Wunderlandes: Grün

Das Ergrünen (im Frühling) wird mit der Farbe Grün verbunden. Im Mittelalter stand sie als Symbol für eine beginnende Liebe.

So entstanden zwei Redewendungen: zum einen  die grüne Seite und und zum anderen – als   Verneinung – jemandem nicht grün sein.

Hier einige weitere idiomatische Wendungen zur grünen Farbe: 

  • sich grün und gelb/blau ärgern
  • auf keinen grünen Zweig kommen
  • noch grün hinter den Ohren sein
  • etwas über den grünen Klee loben
  • einen grünen Daumen haben
  • grünes Licht geben od. haben

Mittelalterliches Minnelied

Und nicht zuletzt ein Minnelied aus dem Mittelalter:  

Grün ist in allem mein Sinn
ist der lieb ein anfing.
Grün soltn allezeit haben wert,
ob dein Herz dir lieb begehrt,
Grün ist gar ein fröhlich klait,
Wer es nach seinen wirden trait.
Grün soll niemand tragen,
der in lieb will verzagen.

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Griechische Mythologie für die Kleinsten!

„Ich will zur Sonne fliegen!“, sagt Ikarus 

Die Themen Sprache und Mythologie werden nicht nur im Wunderland Deutsch, sondern auch im Sortiment des Hochachtung Verlages hochgehalten und so widmet sich eines der neu erschienen Kinderbücher dem Mythos des tragischen griechischen Helden Ikarus, der der Sonne zu nahe kommt und diesen Fehler mit seinem Leben büßt.

In der Kinderbuch-Variante stellt sich der Mythos ein wenig anders und mit Happy-End dar: Der Vogeljunge Ikarus ist ganz traurig. Sein größter Traum ist es, hinauf zur Sonne zu fliegen. Aber er ist zu klein und seine Flügel sind zu kurz. Er schafft es nicht und ist untröstlich. Das Buch erzählt die bezaubernde Geschichte von Ikarus‘ Traum und seinen Freunden, die ihm dabei helfen, seinen Traum zu erfüllen. Es erzählt die Geschichte von großen Zielen und wunderbaren Freundschaften. Es spielt mit dem antiken Mythos und erweckt ihn auf wunderbare Weise zu neuem Leben.  Weitere Mythologie-Bücher für die Kleinsten folgen!

Weitere Informationen finden sich auf der Verlags-Homepage:  http://www.hochachtung-verlag.com/AchtungBuecherwurmIkarus.aspx und auf Ikarus‘ Homepage http://ikarus.achtung-buecherwurm.com/

Erhältlich sind die Bücher im gut sortierten Buchhandel und direkt beim Verlag.

 

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Internationaler Tag der Muttersprache

21. Februar 

Seit dem Jahr 2000 wird am 21. Februar der von der UNESCO ausgerufene Internationale Tag der Muttersprache begangen. Der jährliche Gedenktag wird vor allem dazu genutzt, auf Minderheitensprachen mit weniger als 10.000 Sprechern und auf aussterbende Sprachen aufmerksam zu machen.     

Hintergrund 

Den Hintergrund des Internationalen Tages der Muttersprache bildet das Jahr 1952, in dem die damalige pakistanische Regierung beschloss, Urdu, das nur von 3% der Bevölkerung die Muttersprache war, zur alleinigen Amtssprache zu erheben. Bei Protesten gegen diesen Beschluss wurde am 21. Februar das Feuer auf Demonstranten eröffnet. Auf Antrag von Bangladesch wurde dieser Tag im Jahr 2000 zum Internationalen Tag der Muttersprache ernannt.

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Wahl zwischen Skylla und Charybdis

Die Odyssee in der Sprache des 21. Jahrhunderts  

Nach dem Ende des trojanischen Krieges fuhren die siegreichen griechischen Helden in die Heimat zurück. Die meisten erreichten ihr Ziel bald, aber Odysseus hatte eine lange Reise vor sich – eine Odyssee im wahrsten Sinn des Wortes.

Der Begriff „Odyssee“ wurde im 19. Jahrhundert in seiner ursprünglichen Bedeutung einer „langen und abenteuerlichen Irrfahrt“ übernommen und noch heute verwendet. Odysseus‘ Irrfahrt dauerte zehn Jahre. Acht davon verbrachte er in den Grotten von Zauberinnen und Nymphen und während der beiden anderen Jahre bestand er so manch gefährliches Abenteuer. Zwei davon haben ihre sprachlichen Spuren hinterlassen:

1. Sirenen:

Wir kennen Sirenen seit der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts als Alarm- und Signaleinrichtung mit an- und abschwellenden Tönen, die bei Gefahr ertönt und die Bevölkerung warnen soll. Das läuft der Herkunft des Wortes zuwider, denn es waren die Sirenen selbst, von denen in der griechischen Mythologie die Gefahr ausging. Die Sirenen waren Frauen mit Vogelleibern, die Seeleute durch ihren betörend schönen Gesang anlockten, um ihnen das Blut auszusaugen und sie so zu töten. Odysseus fuhr an ihrer Insel vorbei: an den Mast gefesselt hörte er ihren Gesang und überlebte, weil die Fesseln ihn daran hinderten, sich ihnen zu nähern.

2. Wahl zwischen Skylla und Charybdis:

Wer die Wahl zwischen Skylla und Charybdis hat, steht vor keiner erfreulichen und schon gar nicht vor einer leichten Entscheidung, denn beide Möglichkeiten bergen Ungeheuer: Skylla war in der griechischen Mythologie eine in ein Monster verwandelte Nymphe mit sechs Köpfen, einer dreifachen Reihe Zähne in jedem Maul und zwölf Füßen. Ihre Höhle befand sich gegenüber dem tödlichen Strudel der Charybdis, ebenfalls ein Ungeheuer, in der Meerenge von Messina.Wie man sieht, sind beide Alternativen äußerst abschreckend. Odysseus entschied sich übrigens bei der ersten Fahrt durch die Meerenge dafür, näher an Skylla vorbeizufahren und verlor viele seiner Gefährten. Weil er ein besonderer Pechvogel war, musste er ein zweites Mal die Meerenge passieren und lernte auch die zweite Alternative, Charybdis, kennen.

 

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Vom blauen Mond bis zum blauen Wunder

Die Farben des Wunderlandes: Blau    

Blau zählt zu den „kalten“ Farben und trotzdem steht sie in der Literatur und in der bildenden Kunst für Ferne und Sehnsucht. Im 19. Jahrhundert erlangte das Motiv der blauen Blume als Sinnbild der Suche nach Erfüllung große literarische Bedeutung und steht heute noch für den Inbegriff der Sehnsucht und der Liebe. Um ihre Wichtigkeit auch im Wunderland zu unterstreichen, soll ihr in Kürze ein eigener Artikel gewidmet werden. 

Der Begriff „blauer Mond“ (übrigens durchaus auch eine literarische Blüte der Astronomie!!!) steht für einen zweiten Vollmond innerhalb eines Monats und gilt im übertragenen Sinn als seltenes Ereignis. Zudem gibt es zahlreiche idiomatische Wendungen, die sich dieser Farbe bedienen: 

  • einmal blau machen
  • blauäugig sein
  • das Blaue vom Himmel herunter versprechen
  • sich grün und blau ärgern
  • blaues Blut in den Adern haben
  • ins Blaue fahren
  • blau sein
  • blauen Dunst vormachen
  • mit einem blauen Auge davonkommen
  • blauer Montag
  • die blaue Stunde (Dämmerstunde)
  • ins Blaue hinein gehen
  • ein blaues Wunder erleben

Und zu guter Letzt: Rainer Maria Rilke widmete der der blauen Farbe im folgenden Gedicht einige wahrhaft wunderbare Zeilen: 


Blaue Hortensie
 
So wie das letzte Grün in Farbentiegeln

sind diese Blätter, trocken, stumpf und rauh,
hinter den Blütendolden, die ein Blau
nicht auf sich tragen, nur von ferne spiegeln. 

Sie spiegeln es verweint und ungenau,
als wollten sie es wiederum verlieren,
und wie in alten blauen Briefpapieren
ist Gelb in ihnen, Violett und Grau; 

Verwaschenes wie an einer Kinderschürze,
Nichtmehrgetragenes, dem nichts mehr geschieht:
wie fühlt man eines kleinen Lebens Kürze.

 Doch plötzlich scheint das Blau sich zu verneuen
in einer von den Dolden, und man sieht
ein rührend Blaues sich vor Grünem freuen.

 

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"Literarische Blüten" in der Astronomie

Der Mond zwischen Wissenschaft und Dichtung

Der Mond treibt nicht nur Dichter und Schriftsteller zu literarischen Höchstleistungen, sondern auch Vertreter der Naturwissenschaften wie etwa nun geschehen bei zwei niederländischen Wissenschaftlern: der Physiker Rob de Meijer und der Petrologe Wim van Westrenen haben eine Theorie zur Entstehung unseres Erdtrabanten wiederbelebt und meinen, der Mond sei gar kein Fusionsprodukt infolge einer Kollision, sondern schlicht eine „planetare Knospe der Erde“.

Bei solch eleganten literarischen Blüten müssen selbst "anerkannte Mond-Poeten“ wie Grillparzer, Goethe, Herder und Heine vor Neid erblassen! :-)

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An der Bibliotheke einen erlesenen Wein trinken

Wortartistik vom Feinsten! 

2 Schreibende begegnen einander. Zwei hoffnungsvolle Romantiker, allerdings ein bisschen kriminell. Warum? Sie trinken an der Bibliotheke einen erlesenen Wein aus dem Stiftskeller, werden buchstäblich immer dichter und dichter, weil sie sich diesem verschrieben haben, verlassen dann die Lesbar und nehmen alle Blöcke des Kellners mit. Dieser machte einen Satz und ruft ihnen nach: „Hey, gebt mir mein Paper back! Ich ruf Zeichen, dann kommt die Polizei, das geb ich euch schriftlich. Die kommt mit der Kugel, Schreiber und nimmt euch in Klammern!“ Das gibt Schreibereien, klar, wer lässt sich schon gern papierln? Die Blattlausbuben kommen zurück und überschreiben dem Ober seine Schriftstücke. Ich komme gleich zum Punkt: Der Diebstahl wird trotzdem verbucht und blättert die beiden ganz schön auf. 

Vielen Dank an Doris, die mir diese wortartistischen Grüße geschickt hat!

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Ein enzyklopädisches Leben!

Die Geschichte von Klara Klopädie und wie sie Engelbert Enzy fand 

Der Hochachtung Verlag hat seine ersten Kinderbücher veröffentlicht. „Die Geschichte von Klara Klopädie und wie sie Engelbert Enzy fand“ widmet sich den Buchstaben des Alphabets und spielt mit der Sprache:

Klara Klopädie führt gemeinsam mit ihrer kleinen Katze Klementine ein abwechslungsreiches Leben, das eng mit den Buchstaben des Alphabets verknüpft ist. An A-Tagen macht sie Dinge, die mit A beginnen, an B-Tagen Dinge, die mit B beginnen, an C-Tagen Dinge, die mit C beginnen und so weiter bis zum Z-Tag. An manchen Tagen hat sie sehr viel zu tun und manche Tage sind entspannender. Als sie Engelbert begegnet, der ihre Liebe zu den Buchstaben teilt, steht einem glücklichen Ende nichts mehr im Wege!

 

Weitere Informationen finden sich auf der Verlags-Homepage:  http://www.hochachtung-verlag.com/AchtungBuecherwurmKlara.aspx und auf Klaras eigenem Blog: http://www.klara-klopaedie.com/

Erhältlich sind die Bücher im gut sortierten Buchhandel und direkt beim Verlag.

 

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