"Grau, teurer Freund, ist alle Theorie ..."

Die Farben des Wunderlandes: Grau 

"Grau, teurer Freund, ist alle Theorie, und Grün des Lebens goldner Baum." Mephisto in Goethes Faust 

Die graue Farbe ist ein „Zwischenton“ und steht zwischen Weiß und Schwarz, was sich sprachlich in folgenden Ausdrücken manifestierte:

  • Grauzone: Undefiniertes befindet sich in der Grauzone; es ist weder gut (weiß) noch schlecht (schwarz)
  • Graubrot: Mischbrot aus weißem Weizen- und „schwarzem“ Roggenmehl
  • Morgengrauen: Dämmerung; Übergang zwischen der dunklen Nacht und dem hellen Tag (ein Abendgrauen dagegen gibt es nicht!)
  • Graue Literatur: Literatur, die nicht über den Buchhandel vertrieben wird.

Zudem gilt Grau als langweilig und als Synonym für Eintönigkeit und trübe Stimmung. In Wendungen wie „grauer Alltag“ oder „alles grau in grau sehen“ ist der Gegensatz des Grau zu bunten Farben genutzt.  Im Folgenden eine Reihe von idiomatischen Wendungen, die sich mit der grauen Farbe auseinandersetzen: 

  • etwas liegt noch in grauer Zukunft
  • etwas liegt in grauer Vergangenheit
  • die graue Vorzeit
  • eine graue Maus sein
  • bei Nacht sind alle Katzen grau
  • sich wegen etwas keine grauen Haare wachsen lassen
  • in Ehren grau geworden sein
  • alles grau in grau sehen/malen
  • der graue Alltag  
  • das graue Elend haben
  • jemandem graut es vor etwas

 
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