Neues Satzzeichen

SarcMarc als Zeichen der Ironie

Im Schriftverkehr des Internetzeitalters bedient man sich häufig der verschiedenen Smileys, um Missverständnissen auf Grund von fehlender Gestik und Mimik vorzubeugen. Besonders schwierig bleibt es aber weiterhin, Ironie und Sarkasmus zu kennzeichnen bzw. zu verstehen, weshalb ein US-Unternehmen ein neues Satzzeichen – das SarcMarc (eine Spirale mit einem Punkt; siehe Video) zum Patent angemeldet hat. Das Symbol wird für Geld (!) zum Download angeboten: Sarkasmus um 1,99 Dollar.  http://www.youtube.com/watch?v=WlwCCWGYOGg&feature=player_embedded

Geschichte des Ironiezeichens 

Als Erfinder des Prinzips Ironiezeichen kann Ende des 19. Jahrhunderts der französische Dichter Marcel Bernhardt gelten. Allerdings setzte sich das spiegelverkehrte Fragezeichen, das als Symbol eingesetzt wurde, nie ganz durch. Zudem muss auch festgehalten werden, dass man dem Ironischen natürlich schon einen Teil der Ironie entzieht, indem man es als ironisch kennzeichnet und somit sein Spiel zwischen Aussage und Bedeutung einschränkt.

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Vereinfachung der deutschen Sprache in nur 5 Schritten

„ … fereinfakung der nok swirikeren und unsinikeren kramatik …“

 

Im Folgenden ein humoristischer Beitrag zum Thema Vereinfachung der deutschen Sprache (mit einem bösen Seitenhieb auf das Niederländische …). Für alle, denen Deutsch schon immer zu kompliziert war! :-) (Gefunden übrigens in den unendlichen Weiten des World Wide Web!)

Erster Schritt:

Wegfall der Großschreibung
einer sofortigen einführung steht nichts
mehr im weg, zumal schon viele grafiker
und werbeleute zur kleinschreibung
übergegangen sind

zweiter schritt:
wegfall der dehnungen und schärfungen
diese masname eliminirt schon di gröste
felerursache in der grundschule, den sin oder
unsin unserer konsonantenverdopelung hat
onehin nimand kapirt

driter schrit:
v und ph ersetzt durch f,
z ersetzt durch s,
sch verkürtzt auf s
das alfabet wird um swei buchstaben redusirt,
sreibmasinen und setsmasinen fereinfachen
sich, wertfole arbeitskräfte könen der wirtsaft
sugefürt werden

firter srit:
g, c und ch ersetst durch k,
j und y ersetst durch i
ietst sind son seks bukstaben auskesaltet, di sulseit
kan sofort fon neun auf swei iare ferkürtst werden,
anstat aktsik prosent rektsreibunterikt könen nütslikere
fäker wi fisik, kemi oder auk reknen mer kepflekt
werden.

fünfter srit:
wekfal fon ä-, ö- und ü-seiken
ales uberflusike ist ietst auskemertst, di ortokrafi
wider slikt und einfak. naturlik benotikt es einike
seit, bis diese fereinfakung uberal riktik ferdaut ist,
fileikt ein bis swei iare. anslisend durfte als nekstes
sil di fereinfakung der nok swirikeren und
unsinikeren kramatik anfisirt werden. 

 

...und fertik war di holandise sprake!

 

 

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Internationaler Tag der Muttersprache

21. Februar 

Seit dem Jahr 2000 wird am 21. Februar der von der UNESCO ausgerufene Internationale Tag der Muttersprache begangen. Der jährliche Gedenktag wird vor allem dazu genutzt, auf Minderheitensprachen mit weniger als 10.000 Sprechern und auf aussterbende Sprachen aufmerksam zu machen.     

Hintergrund 

Den Hintergrund des Internationalen Tages der Muttersprache bildet das Jahr 1952, in dem die damalige pakistanische Regierung beschloss, Urdu, das nur von 3% der Bevölkerung die Muttersprache war, zur alleinigen Amtssprache zu erheben. Bei Protesten gegen diesen Beschluss wurde am 21. Februar das Feuer auf Demonstranten eröffnet. Auf Antrag von Bangladesch wurde dieser Tag im Jahr 2000 zum Internationalen Tag der Muttersprache ernannt.

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Alphamädchen oder Kukidentpartei?

Wahl zum österreichischen Wort des Jahres 2009  

Die Wahl zum österreichischen Wort des Jahres ist eröffnet und bis 9. Dezember kann auf der Homepage der Grazer Universität http://www-oedt.kfunigraz.ac.at/oewort/ jeder mitwählen.  

Zur Auswahl für das Wort des Jahres stehen „Alphamädchen“, "Audimaxismus", "Finanzkrise", "Kukidentpartei", "Kuschelkurs", "Problemguru", "Schweinegrippe", "Ungustlvermutung", "Virusferien" und "Zeitmillionär". Wie jedes Jahr hat man bereits bei der Shortlist zum Wort des Jahres eher das Gefühl, das Unwort zu wählen. 

Ebenfalls wählbar sind er Ausspruch und der Unspruch wie auch das Unwort des Jahres. Hier stehen Wörter wie „erweiterter Suizid“ (war 2006 bereits in der Schweiz Unwort des Jahres), „Asylertrotzer“, „freiwilliger Gehaltsverzicht“ oder „Herkunftskriminalität“ zur Auswahl.

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Geschwurbel, Neufünfland und Oberburner

Online-Portal für Szenesprachen 

Die Duden-Redaktion nimmt sich der Szene- und Jugendsprache an und wird ihr im Herbst ein Wörterbuch widmen. Für diesen Zweck wurde eine Webseite (http://szenesprachenwiki.de) präsentiert, auf der Jugendliche die Möglichkeit haben, Begriffe aus ihrer Lebensrealität eintragen zu können. Um zu überprüfen, ob es sich bei einem Eintrag um eine Spaßkonstruktion oder einen häufiger verwendeten Begriff handelt, behelfen sich die Redakteure mit der Suchmaschine Google.  

Ein interessanter Aspekt der Webseite ist, dass hier jeder die Möglichkeit hat, seinen Lieblings-Neologismus einzutragen und somit sofort die Aufmerksamkeit der Duden-Redaktion genießt und vielleicht einen Beitrag zum gedruckten Wörterbuch leistet, das im September erscheint.  

Beispiele aus der Szenesprache 

Hier einige Beispiele von der Webseite: 

  • Das Präfix „ab-“ ist in der Szenesprache unglaublich produktiv: „abdancen“, „abflacken“, „abflaschen“, „abfratzen“, „abhorsten“, „abkumpeln“, „ablachsen“, „abloosen“, „abschimmeln“ usw.
  • Viele leicht veränderte Anglizismen werden auf der Webseite angeführt: „batteln“, „nailen“, „Hater“, „copypasten“, „bouncen“, „rushen“ usw.
  • Einige Kofferwörter sind ebenfalls zu finden: „Schwachfug“ (= Schwachsinn + Unfug), „Bankster“  (Banker + Gangster), „gruscheln“  (= grüßen + kuscheln), „chillaxen“  (= chillen + relaxen)
  • Intertainment: sich durch das Internet unterhalten lassen
  • rumoxidieren: untätig herumhängen
  • Biobreak: WC-Pause während einer Besprechung
  • Pennerkissen: längere Haare am Hinterkopf
  • beratungsresistent: dickköpfig, stur, eigensinnig und dumm in einer einzigartigen Mischung
  • Konterbier: Das Bier, das angeblich bei einem Kater den Normalzustand wieder herstellen soll.
  • Backup-Kind: jedes Kind, das nach dem ersten Kind gezeugt wird
  • beschlauen: sich mit einem Thema lernend näher befassen oder von jemandem belehrt werden.
  • merkresistent: beschreibt eine Person, die offensichtliche Zusammenhänge nicht begreift (auch: Merkresistenz, merkbefreit)
 
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Englisch ist nun Wortmillionär

Von der Gewalt einer Sprache

Seit letzter Woche ist die englische Sprache Wortmillionär: „Web 2.0“ ist das millionste englische Wort, das der „Global Language Monitor“ verzeichnet hat. Um registriert zu werden, muss ein Begriff 25.000 Mal gedruckt oder online Verwendung finden. Das 999.999 Wort war „Jai Ho“ (ein freudiger Ausruf; aus dem Hindi entlehnt und durch den Film „Slumdog Millionaire“ bekannt geworden), was gleichzeitig die Erklärung dafür liefert, warum der englische Wortschatz so deutlich größer ist als der anderer Sprachen.

Fremdes nicht abweisen

„Die Gewalt einer Sprache ist nicht,
dass sie das Fremde abweist,
sondern dass sie es verschlingt.“

(Johann Wolfgang von Goethe)

Die englische Sprache hat sich dieses Konzept zu eigen gemacht: sie holt sich unbekümmert aus anderen Sprachen, was sie gerade braucht. Sprachpurismus oder Bewegungen, die die Sprache von allen fremden Elementen reinigen wollen, gibt es im englischen im Gegensatz zum französischen oder deutschen Sprachraum nicht.

Alle 98 Minuten ein neues Wort

Das hat zur Folge, dass der englische Wortschatz wächst und wächst: alle 98 Minuten kommt ein neues Wort zum Wortschatz dazu, das sind 14 neue Wörter pro Tag! Dabei kommen Sprecher – egal welcher Sprache – mit etwa 15.000 Wörtern in der alltäglichen Kommunikation aus.

Umfang eines Wortschatzes

Den Wortschatz einer Sprache zu zählen ist – und das muss an dieser Stelle unbedingt festgehalten werden – ein schwieriges Unterfangen und hängt von vielen Faktoren ab. Dabei steht die Definition von „Wort“ an oberster Stelle, denn eine einheitliche Festlegung gibt es nicht. Ein weiterer Faktor sind die Fachwortschätze und ob sie in die Zählung einbezogen werden oder nicht. Ein mächtiges Werkzeug zur Wortbildung im Deutschen sind zudem die Komposita, bei denen ebenfalls nicht klar ist, inwieweit sie in solcherlei Zählungen aufgenommen werden.

 

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Starke Verben adieu?

zwitschern – tschurr zwi – zwigetschurn 

In neuhochdeutscher Zeit bleibt die Gruppe der starken Verben nicht nur unproduktiv – sie geht sogar zurück. So ist zu beobachten, dass ehemals starke Verben in die Klasse der schwachen Verben oder Mischverben übergehen (z.B. backen: backte für buk; saugen: saugte für sog; fragen: fragte für frug; melken: melkte für molk). Es besteht aber kein Grund zur Sorge, dass die starken Verben ganz verschwinden könnten, da sie zentrale Bereiche unseres Wortschatzes abdecken. Und nicht zuletzt wacht auch die „Gesellschaft zur Stärkung der Verben“ über ihren Bestand. 

Die Gesellschaft zur Stärkung der Verben Die Gesellschaft zur Stärkung der Verben versteht sich als „Anlaufstelle für schwache und geknochtene Verben aller Sprachen“ und stellt einen humorvollen Versuch dar, neue unregelmäßige Verben einzuführen. Der Kern ihrer Arbeit besteht darin, regelmäßige Verben kreativ zu stärken, wie die folgenden Beispiele demonstrieren sollen. 

Infinitiv – Präteritum – Partizip 
arbeiten – bitt ar – argebitten

baden – bud – gebaden

bügeln – bulg – gebulgen

donnern – durnn – gedurnnen

erklären – erklur – erkluren

hindern – harnd – gehornden

lächeln – lielch – gelilchen

melden – mald – gemolden

nähen – nand – genanden

nützen – nuß – genussen

parken – purk – gepurken

quasseln – quolß – gequolßen

tanzen – tunz - getunzen

umzingeln – umzalng – umzolngen

zwitschern – tschurr zwi – zwigetschurn
 

Tipps:
Werner  König: „dtv-Atlas Deutsche Sprache“;
Helmut Glück/Wolfgang Sauer: „Gegenwartsdeutsch“;

http://verben.texttheater.de

 

Wenn Sprachen sterben

Von Sprachtod und Linguizid 

Jeder kennt die „berühmtesten“ toten Sprachen Latein und Altgriechisch. Die deutsche Sprache zählt – obwohl manche Deutschlerner derselben Ansicht wie Mark Twain sein mögen, dass „man sie sanft und ehrerbietig bei den toten Sprachen absetzen [müsste], denn nur die Toten haben die Zeit, sie zu lernen“ – natürlich nicht dazu, denn sie hat fast 100 Millionen Muttersprachler, die sie aktiv gebrauchen.

Sprachtod tritt dann ein, wenn eine Sprache keine Muttersprachler mehr hat. Ab diesem Zeitpunkt hört sie auf, sich natürlich weiterzuentwickeln und wird starr. Nachdem eine Sprache gestorben ist, muss das nicht bedeuten, dass sie nicht mehr verstanden wird. Im Falle der oben erwähnten Sprachen (Latein und Altgriechisch) gibt es sogar viele Menschen, die sie verstehen. Da aber niemand sie als Muttersprache spricht, gelten sie trotzdem als tot. 

Reinkarnation von Sprachen 

Beim Tod von Sprachen unterscheidet man zwischen zwei Arten:

  1. Die tote Sprache lebt in aus ihr entstandenen Sprachen weiter, wie es bei Latein der Fall ist, das in den romanischen Sprachen weiter existiert.
  2. Die Sprache stirbt ohne „Erben“, d.h. ohne Sprachen, die aus ihr entstanden wären. 

Mord oder natürlicher Tod? 

Ein natürlicher Sprachtod vollzieht sich über einen langen Zeitraum und ohne fördernde Maßnahmen. Im Gegensatz dazu steht der „Sprachmord“ (Linguizid), bei dem, wie es der Begriff impliziert, die Sprache nicht auf natürlichem Weg verschwindet. Hierfür gibt es einige „bewährte“ Methoden, wie die Geschichte zeigt, die vor allem nach Eroberungen und Machtwechsel angewendet wurden:

  • Erklärung einer anderen Sprache zur ersten Amtssprache
  • Förderung der Einwanderung in eroberte bzw. übernommene Gebiete, um die Muttersprachler zur Minderheit im eigenen Land zu machen
  • institutionalisierte Trennung der Kinder von ihren Eltern, um sie anderssprachig zu erziehen
  • Zurückdrängung des Gebrauchs der einheimischen Sprache

 

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„Übelsetzung“ des Jahres 2008

„wenn Sie Buch“ 

Alljährlich vergibt der Österreichische Übersetzer- und Dolmetscherverband Universitas einen Preis für die schlechteste Übersetzung. 2008 wurde diese zweifelhafte Ehre „Eurolines“ auf Grund seiner unverständlichen Fahrpläne in Osteuropa zuteil. 

Überzeugende Argumente der Jury 

Hier einige überzeugende Argumente, warum Euroline den ersten Preis erringen konnte:

  • „Sitzplatzreservierung erforderlich“ wurde in der polnischen Version als „Siedzisko zastrzezenia wymagane“ übersetzt, was so viel bedeutet wie „Sitzfläche des Vorbehaltes erforderlich“.
  • Im ungarischen Fahrplan ist von „ha ön könyv“ die Rede (= „wenn Sie Buch“) – gemeint sind damit Ermäßigungen.
  • Ebenfalls im ungarischen Fahrplan trifft man auf „marktlich“, was „mittwochs“ bedeuten sollte. Die Tagesfahrt wird zum „Sonnenweg“ und die Übersetzung von „kein Bus“ ist zur Verwirrung aller „die Busse“.  

Der Übelsetzungspreis 

Der glückliche Gewinner des Übelsetzungspreises darf sich über eine Urkunde vom Verband und ein kostenloses Verzeichnis aller Übersetzer und Dolmetscher des Verbandes freuen. Gratulation! :-)

 

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Lebensmensch, Krocha und Wachteleierkoalition

Österreich wählt ein Unwort zum Wort des Jahres 2008 

Das österreichische Wort des Jahres 2008 steht fest und das Ergebnis ist durchaus erstaunlich: Platz 1 belegt nämlich ausgerechnet das Wort, das in beiden Kategorien – sowohl als Wort als auch als Unwort des Jahres – angetreten ist: „Lebensmensch“. Es handelt sich dabei eigentlich um ein durch und durch positiv besetztes Wort und bezeichnet in seiner Grundbedeutung „den wichtigsten Menschen meines Lebens“.  

Bedeutungsambivalenz 

Seit das Wort im Zusammenhang mit dem Unfalltod des österreichischen FPÖ-Politikers Jörg Haider verwendet und überstrapaziert wurde, hinterlässt es einen herben Nachgeschmack und kann als Paradebeispiel eines plötzlichen Bedeutungswandels gelten. Obwohl die Jury befand, dass seine Bedeutungsambivalenz und sein hoher emotionaler Wert „Lebensmensch“ zum Wort des Jahres 2008 machte, ist ein Gebrauch des Wortes ohne seinen fragwürdigen Kontext nicht mehr möglich. Deshalb wurde es auch von einer nicht unerheblichen Anzahl von WählerInnen als Unwort des Jahres klassifiziert, wo es auch tatsächlich besser aufgehoben gewesen wäre.  

Die weiteren Platzierungen

Den zweiten Platz sicherte sich „Krocha“, ein neues österreichisches Wort, das eine städtische Jugendbewegung bezeichnet, die im letzten Jahr stark in Mode kam. Auf Platz drei landete ebenfalls eine Wortneuschöpfung, nämlich „Wachteleierkoalition“. Es wurde im Wahlkampf geschaffen, um die ökonomische Sinnhaftigkeit der Senkung der Mehrwertsteuer auf Lebensmittel in Frage zu stellen, die zehn Ausnahmen auf sogenannte Luxuslebensmittel wie Wachteleier vorsah. 

Unwörter und Spruch des Jahres 2008

„Gewinnwarnung“ (Platz 1), „Heimatpartei“ (Platz 2) und „Kulturdelikt“ (Platz 3) sind die österreichischen Unwörter des Jahres. Die Fußball-Europameisterschaft im Juni hat in Österreich auch ihre sprachlichen Spuren hinterlassen. Der Spruch des Jahres 2008 stammt von Teamchef Josef Hickersberger und erklärt das schlechte Abschneiden der österreichischen Nationalmannschaft: „Wir haben unsere Stärken trainiert, deswegen war das Training heute nach 15 Minuten abgeschlossen.“ Dem ist nichts mehr hinzuzufügen, außer dass der Spruch für die Jury in bester literarischer Tradition der österreichischen Selbstironie steht.

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